Kategorie: Uncategorized

  • Informationen aus dem Gemeinderat

    In der kommenden Woche werden einige Themen von öffentlichem Interesse im Ausschuss für Technik und Umwelt am Dienstag, 15.09., 18:30 Uhr, und im Verwaltungsausschuss am Mittwoch, 16.09., 18:30 Uhr, behandelt.

    ATU: Gewässerschau in Hirschberg 2025-2026 durch die Gesellschaft für Umweltplanung aus Wiesloch. Staudenbach (Leu) und Apfelbach und Marbächlein (Gro) wurden begutachtet und ein Gewässerunterhaltungsplan (GUP) erstellt, der dem Schutz der naturnahen Entwicklung der Gewässer dienen soll. Dieser Plan wird in der Sitzung vorgestellt.

    VA: Beteiligungsmöglichkeit an Agri-PV-Projekt Sonnenweg Hirschberg. Die Kommune möchte sich mit 45000 € an diesem Projekt, das eine landwirtschaftliche Nutzung unter den PV-Anlagen ermöglicht und ökologische Aufwertungsmaßnahmen zusätzlich beinhaltet, beteiligen. Auch Mitgliedern der Energiegenossenschaft Hohe Waid soll eine Beteiligung mit einem Mindestbetrag von 1500€ ermöglicht werden.

  • Bürgerentscheid: Fast die Hälfte der Abstimmenden ist gegen das Neubaugebiet

    Der Bürgerentscheid über das geplante Neubaugebiet Rennäcker ist äußerst knapp ausgegangen.  Fast 47 Prozent der Wählerinnen und Wähler votierten gegen das Projekt, 53 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 48 Prozent.

    Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass das Neubaugebiet in Hirschberg keineswegs unumstritten ist – die klaren Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat hatten ein anderes Bild vermittelt. Dass sich nun nahezu die Hälfte der Abstimmenden gegen das Vorhaben ausgesprochen hat, verstehen wir als Ausdruck erheblicher Besorgnis in der Bevölkerung – insbesondere mit Blick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Flächen und den damit verbundenen Auswirkungen auf kommende Generationen.  Dieses deutliche Signal bestärkt uns darin, solche Anliegen künftig noch stärker in die kommunalen Entscheidungsprozesse einzubringen.

    Im Vorfeld des Bürgerentscheids wurden Veranstaltungen der Bürgerinitiative gestört, Aktive an Informationsständen teilweise unangemessen angegangen und Plakate zerstört und entwendet. Wir bedauern diese Vorfälle, denn eine konstruktive Debatte lebt von Respekt und einem fairen Umgang miteinander. Für die kommenden Schritte erwarten wir wieder ein sachliches und kooperatives Miteinander.

    Gleichzeitig entsteht mit diesem Ergebnis eine hohe Erwartungshaltung gegenüber Gemeinderat und Verwaltung. Die Menschen in Hirschberg erwarten nun, dass das Versprechen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, tatsächlich eingelöst wird.  Ob und wie das gelingt, bleibt abzuwarten.

    Aus Sicht der GLH zeigt der Bürgerentscheid erneut, dass Entscheidungen dieser Tragweite nur mit echter Bürgerbeteiligung nachhaltig tragfähig sind.  Erneut zeigt sich, dass nahezu die Hälfte der Bevölkerung mit der Politik des Gemeinderats nicht einverstanden ist. Dies hätte man vermeiden können, wenn frühzeitig auf die Bedenken der Gegner eingegangen worden wäre, etwa durch ein kleineres Neubaugebiet, eine sorgfältigere Planung oder eine frühere Einbindung der Öffentlichkeit.

    Das Ergebnis macht deutlich, dass nahezu die Hälfte der Bevölkerung mit der bisherigen Linie des Gemeinderats nicht einverstanden ist. Viele dieser Bedenken hätten durch frühere Einbindung der Öffentlichkeit, eine klare Konzeption für bezahlbaren Wohnraum oder ein kleiner dimensioniertes Vorhaben aufgegriffen werden können. Zugleich ist das Abstimmungsergebnis ein deutliches Signal gegen weiteren unnötigen Flächenverbrauch. Wir verstehen dies als klaren Auftrag an den Gemeinderat, künftige Planungen stärker an Flächenschonung und einer nachhaltigen Ortsentwicklung „nach innen“ auszurichten und diese Aspekte künftig deutlich sorgfältiger zu berücksichtigen. Wir hoffen, dass Gemeinderat und Bürgermeister dieses Signal ernst nehmen. Hirschberg braucht eine gemeinsame Vision für die Entwicklung des Ortes und Entscheidungen, die von einer breiten Mehrheit getragen werden. Die GLH wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass zukünftige Planungen transparent, nachvollziehbar und im offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgen.

  • Stadtradeln 2025

    Stadtradeln 2025

    Zahlreiche Mitglieder und Freunde der Hirschberger Grünen haben beim Stadtradeln auch dieses Jahr wieder mitgemacht. Das brachte uns mit mehr als 8.000 Kilometern den zweiten Platz in Hirschberg.

    Danke fürs Mitradeln!

  • Neuer Vorstand der GLH

    Neuer Vorstand der GLH

    Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der GLH ging es nicht nur um den Jahresbericht von Vorstand und Kassenwart. Die Berichte wurden zügig abgehandelt, da sich die Aktivitäten der GLH im vergangenen Jahr stark auf die Vorbereitung der Kommunalwahl 2024 und der Bundestagswahl im Frühjahr 2025 konzentrierten. Daneben fanden regelmäßige Mitgliederversammlungen statt, teilweise auch mit spannenden Vorträgen. So war den Mitgliedern der Vortrag einer Vertreterin der SoLaWi Weinheim über die solidarische Landwirtschaft noch sehr präsent. Auch gab es wieder im März dieses Jahres Infostände zum Weltfrauentag. Die Entlastung für Kassenwart und Vorstand erfolgte ohne Gegenstimmen.

    Wichtigster Tagesordnungspunkt war die notwendig gewordene Neuwahl des Vorstands der Grünen Liste; denn sowohl Claudia Schmiedeberg, die langjährige erste Vorsitzende, als auch Dominik Frommherz, der Kassenwart, konnten aufgrund beruflicher Veränderungen ihre aufwändigen Ämter nicht weiterführen.

    Die anwesenden Mitglieder wählten unter kundiger Wahlleitung von unserer Landtagsabgeordneten Fadime Tuncer jeweils einstimmig Dr. Claudia Helmes zur 1. Vorsitzenden (bisher 2. Vorsitzende), Thomas Herdner zum 2. Vorsitzenden (bisher Beisitzer), Dr. Michael Nilles zum Kassenwart und Dr. Alice Hesse zur Besitzerin. So mischen sich in die Neubesetzung bewährte und neue, mit Alice Hesse auch jüngere, Mitglieder. Die GLH freut sich auf neue Anregungen und wird sich so weiterhin in das politische und gesellschaftliche Leben in Hirschberg einbringen.

    Anschließend sprach die Versammlung ihren Dank an die scheidenden Vorstandsmitglieder aus. Dominik Frommherz wurde für seine zuverlässige Arbeit als Kassenwart gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde Claudia Schmiedeberg, die über viele Jahre nicht nur im Vorstand aktiv war, sondern auch bei Wahlen und Veranstaltungen viele wichtige Aufgaben übernahm.

  • Bayaz und Brantner in Weinheim: Grüne Lösungen für die Zukunft

    Bayaz und Brantner in Weinheim: Grüne Lösungen für die Zukunft

    Was können die Grünen für eine gelingende Zukunft Deutschlands beitragen? Das war das Thema der Diskussionsrunde am 18. Februar im Weinheimer Kino mit Dr. Danyal Bayaz, Finanzminister in Baden-Württemberg, und Dr. Franziska Brantner, Abgeordnete im Bundestag für Heidelberg Neckar-Bergstraße, Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/ Die Grünen. Eingeladen hatte die unsere Landtagsabgeordnete Fadime Tuncer, die auch souverän moderierte.

    Danyal Bayaz stellte die Bedeutung von Bildung, Forschung und Innovation für die Region heraus. Dabei steht Baden-Württemberg, und hier vor allem die Rhein-Neckar-Region, bislang sehr gut da: Bei der Zahl der Start-ups ist die Region deutschlandweit Vorreiter und übertrifft sogar das vielgepriesene München. Ebenso sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Verhältnis zum BIP in Baden-Württemberg deutlich höher als in allen anderen Bundesländern. Auf diesen Spitzenplätzen dürfen wir uns aber nicht ausruhen, waren sich Bayaz und Brantner einig. Wir brauchen mehr Bildung, mehr Investitionen und weniger Bürokratie.

    Die Analyse der beiden zeigte auch, dass die weltpolitische und wirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren nicht einfacher werden wird. Deutschland profitierte bisher von einem Dreiklang aus militärischem Schutz durch die USA, billigem Gas aus Russland und einem riesigen Absatzmarkt in China. Alles drei fällt nun weg, und aufgrund der fehlenden Weitsicht der großen Koalition ist Deutschland schlecht darauf vorbereitet. „Im Ministerium hat es damals keinen Argwohn erregt, dass die Gasspeicher im Herbst 2021 leer waren. Wir haben dann ganz früh angefangen, die Verstaatlichung der Gasspeicher als kritische Infrastruktur vorzubereiten, sonst wäre Deutschland nicht so gut durch den Winter 2022 gekommen,“ beschrieb Brantner die Situation im Wirtschaftsministerium. Ebenso seien die Fünfjahrespläne Chinas öffentlich einsehbar, dass man schon viel früher erkennen hätte können, dass China seine Märkte für europäische Anbieter schrittweise schließen werde. Diese Tatsachen müsse die Politik anerkennen und keine falschen Versprechen machen.

    „Immer wieder geht es um das Verbrennerverbot“, berichtete Brantner aus einer Diskussionsrunde mit Manfred Weber von der CSU. Dabei ist doch klar, dass eine Rücknahme des Verbrennerverbots die weggebrochenen Absatzmärkte in China nicht wieder erschließen würde. Wir müssen über die Technologien von morgen sprechen, statt an den Erfolgsmodellen von gestern festzuhalten.

    Was braucht es also für die Zukunft? Nach Bayaz und Brantner eine Reihe großer Reformen: Eine Föderalismusreform, um die Prozesse in den Verwaltungen einfacher zu gestalten und klare Verhältnisse zu schaffen; eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik; eine echte Bildungsreform; und mehr Investitionen in die Erhaltung der Infrastruktur – das geht nur mit einer Reform der Schuldenbremse. Um die vielen Baustellen anzupacken, braucht die Politik Mut, und die Bevölkerung muss bereit sein, Veränderungen anzunehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.

  • Baum des Jahres in Hirschberg

    Baum des Jahres in Hirschberg

    Unser kleiner Beitrag: Es ist kein Wald, aber es ist ein ganz besonderer Baum, der mit Hilfe von Spendern wie Matz Scheid und Monika Maul-Vogt vom Ortsverein Bündnis90/Grüne auf dem Spielplatz im Sterzwinkel Großsachsen gepflanzt wurde: Der Baum des Jahres 2025, die amerikanische Roteiche, wurde ausgewählt, weil er schnell wächst, resistent gegen Trockenheit ist und eine schöne Krone bildet. Er soll den Menschen Schatten spenden und seinen kleinen Beitrag zur Verringerung von CO2 in der Luft leisten.

    Thomas Herdner hat dankenswerterweise den Baum ausgewählt, den Ort gesucht und abgestimmt und die Pflanzung mit Helfern vorgenommen. Am Montag, den 17.02.25 wurde der Baum an seinem Standort am Spielplatz im Sterzwinkel Großsachsen eingeweiht.

  • Komm zum Schlittenfahren in den Weinheimer Schlosspark!

    Komm zum Schlittenfahren in den Weinheimer Schlosspark!

    Früher konnte man im Winter im Weinheimer Schlosspark Schlittenfahren. Jüngere Menschen können sich das gar nicht mehr vorstellen, denn inzwischen braucht man an der Bergstraße nicht einmal mehr Winterschuhe.

    Schnee? – Schnee von gestern!

    Wahrscheinlich finden manche das gar nicht so schlimm. Glatte Straßen und Schneematsch sind ja wirklich nicht so schön. Aber machen wir uns nichts vor: Die heißen und trockenen Sommer, in denen man zum Schutz vor der Hitze besser im Haus bleibt, in denen die Gärten vertrocknen und man nachts kaum schlafen kann, sind ein Vorgeschmack darauf, was uns der Klimawandel bringen kann.

    Schon jetzt gibt es nach Angaben der WHO mehr als 175.000 Hitzetote pro Jahr in Europa. Dazu kommen häufigere Extremwetter wie Stürme und Starkregen. Hirschberg ist kein Hochwasserrisikogebiet (siehe Karte), aber schon in Weinheim und Schriesheim wären deutliche Schäden zu erwarten, wenn ein solches „Jahrhundertereignis“ unsere Region träfe.

    Deshalb brauchen wir eine Regierung, die den Klimaschutz ernst nimmt. Für unsere Zukunft.